Gideon Sundbäck

Gideon Sundbäck

Gideon Sundbäck – der Erfinder des Reißverschlusses aus Småland

ID 16590000 © AlexDascalu | Dreamstime.comAus dem Alltag ist der Reißverschluss gar nicht mehr wegzudenken. Jacken wehen im Wind, die Hose würde offenstehen und Rücksäcke ihren Sinn verlieren. Diese universelle Erfindung, die bis heute einen festen Bestand im täglichen Leben hat, wurde von Gideon Sundbäck final entwickelt, der in der Gemeinde Ödestugu in der Provinz Småland geboren wurde. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte der Maschinenbauingenieur allerdings in den USA.

Die Geschichte des Reißverschlusses

Die wahre Bedeutung einer zweckmäßigen Funktionalität wird den Menschen erst bewusst, wenn sie wirklich nicht mehr funktioniert. Exemplarisch dafür steht der Reißverschluss, der in vielfacher Hinsicht seine Verwendung findet und im Grunde von kaum einem Menschen erklärt werden kann. Er schließt Jacken, Hosen, Geldbeutel, Rucksäcke und noch so vieles mehr. Dafür wird der Reißverschluss sehr geschätzt, aber wehe – er geht kaputt. Dieses Ärgernis kann meistens nur durch einen Austausch beseitigt werden.

Dieses Schnellverfahren des Schließens wurde einst schon von einem gewissen Whitcomb Judson entwickelt, der mit seiner Erfindung Bänder, Schnürsenkel, Knebel oder Knöpfe fast überflüssig machen wollte. Die große Bühne war mit der Weltausstellung 1893 in Chicago schon vorbereitet, allerdings fand sein System auf Haken und Ösen basierend mit dem Namen "clasp locker" ("Klemmöffner für Schuhe") beim Publikum keinen Anklang. Mehr als 21 Millionen Besucher ignorierten die Erfindung von Whitcomb Judson.

Der wahre Durchbruch sollte erst 20 Jahre später gelingen durch die Person von Gideon Sundbäck. Dieser hatte das bestehende System kontinuierlich weiterentwickelt und eine kleinere, leichtere und zuverlässigere Variante auf den Markt gebracht. Zwei biegsame Stoffstreifen mit kleinen Zähnen an den Seiten und einem Schieber, der die Zähne ineinander verhakt und wieder löst – dies war die Grundlage des Reißverschlusses, die sich bis zum heutigen Tage nicht verändert hat. Für diese Erfindung erhielt Gideon Sundbäck am 29. April 1913 das Patent.

Der Reißverschluss kam zunächst bei den Stiefeln und Tabakbeuteln der US-Truppen im 1. Weltkrieg zur Anwendung. Ab 1930 sollte der Reißverschluss dann seinen Siegeszug in der Textilindustrie antreten, aus der er heute nicht mehr wegzudenken ist. Vor allem Männerhosen wurden mit diesem komfortablen Schließsystem ausgestattet und der Frau der damaligen Zeit wurde wärmstens ans Herz gelegt, den Verschluss stets im Auge zu behalten, um peinliche Situationen zu vermeiden.

Whitcomb Judson, der die Basis für diese grandiose Erfindung geliefert hatte, war bedauerlicherweise in dem Glauben gestorben, dass diese keinen Platz in der Gesellschaft haben würde.

Das Leben von Gideon Sundbäck

Otto Fredrik Gideon Sundbäck wurde am 24. April 1880 auf der Sonarp Farm in der Gemeinde Ödestugu bei Jönköping in Småland geboren. Sein Vater Otto Sundbäck war ein wohlhabender Bauer, der mit Kristina Karolina Klasdotter verheiratet war. Nach dem Abschluss der Schule studierte Gideon Sundbäck Maschinenbau am Rheinischen Technikum in Bingen, die heute als Technische Hochschule Bingen bekannt ist. 1903 schloss er das Studium mit einem Examen ab und emigrierte 1905 in die USA. Dort wurde aus dem Namen Sundbäck der Name Sundback. Ein Treffen mit seinem Landsmann Peter Aronson sollte das Leben von Gideon Sundbäck entscheidend verändern: Einerseits ehelichte er dessen Tochter Elvira. Zudem wurde er bei der Automatic Hook and Eye Company angestellt, dessen Geschäftsführer Aronson war. Bis dato stellte das Unternehmen noch unvollkommene Reißverschlüsse her und erst die weiterführende Arbeit von Gideon Sundbäck sollte letztendlich den Durchbruch bringen. Die Basis für seine Erfindung waren die Vorarbeiten von Elias Howe, Max Wolff und insbesondere Whitcomb Judson.

Mit der Patentanmeldung für den Reißverschluss hat sich Gideon Sundbäck ein persönliches Denkmal für die Ewigkeit gesetzt, denn diese Erfindung des gebürtigen Småländers wird vermutlich noch Jahrhunderte überdauern.

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